Chez Goth
Promo-Karten

Vielen Dank an Pegasus für ein Rezensionsexemplar

Auf einen Blick:
Verlag : Pegasus Spiele
Autor : Steve Jackson
Grafik : John Kovalic
Spieleranzahl : 2-5 Spieler
Alter : ab 16 Jahren
Dauer : ca. 60 min
Erscheinungsjahr: 2006

Art: Karten-Rollenspiel



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Chez Goth von Pegasus

Das Spielmaterial
7 Jobkarten - 30 Herzblut-Marker - 100 Lebenskarten - 1 Spieleanleitung

Anmerkung
Eine Kombination mit anderen Spielen der Chez Geek Familie ist möglich, so dass dann entsprechend viele Spieler mehr teilnehmen können. Die Karten werden einfach zusammen gemischt, wobei es dann einige besondere Regeln entsprechend der Spielanleitung zu beachten gilt. Einen Überblick über die Chez Geek Familie findet ihr hier.

Wie auch schon im Grundspiel "Chez Geek" sind die Spieler dieses Mal wieder Mitglieder einer WG, die auf der Suche nach der ultimativen Entspannung sind. In einer WG ist das ja nun gar nicht immer so einfach, vor allem nicht in einer WG, die ausschließlich aus Gothics besteht. Da gibt es dann auch andere Jobs, Mitbewohner oder Freizeitaktivitäten, als dies vielleicht in einer etwas normaleren WG der Fall ist. Trotzdem versuchen unsere Spieler, sich nach ihrer Arbeit noch irgendwie zu entspannen...

Jeder Spieler erhält eine Jobkarte, darauf sind die beiden Werte Freizeit und Einkommen angegeben. Ausserdem haben alle Jobs verschiedene Sonderaktionen, die nur sie durchführen können. Von den Lebenskarten gibt es hundert Stück, und zwar in den Farben blau, grün, orange und rot. Alle diese Karten haben natürlich unterschiedliche Zwecke. Am Anfang des Spiels erhält jeder Spieler 6 Karten vom gemischten Stapel mit den Lebenskarten. Außerdem sollten die Spieler irgendwelche Spielchips bereitlegen, die sie für die Anzeige der Slackpunkte jedes Spielers verwenden können.

Gespielt wird in Spielerrunden, wobei ein beliebiger Spieler das Spiel beginnen darf. In seiner Spielerrunde führt ein Spieler insgesamt bis zu 5 Phasen durch. Danach ist dann der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe.

In der ersten Spielphase nimmt ein Spieler einfach so viele verdeckte Karten vom Nachziehstapel, bis er dann wieder 6 Karten auf der Hand hat.

In der zweiten Phase würfelt ein Spieler, falls bei seinem Job der Wert Freizeit oder Einkommen zwei Zahlen hat. Bei einer 1-3 zählt der niedrigere Wert, bei einer 4-6 der höhere. Diese Zahlen sind dann in den nachfolgenden Phasen von Bedeutung.

Die dritte Phase nennt sich "Leute anrufen". Konkret dazu benutzen kann man grüne Karten (Personenkarten), die man auf der Hand hat. Diese Karten kann man in seinen eigenen Raum ablegen, dazu muss man die Leute dementsprechend anrufen. Es wird gewürfelt: Bei einer 1-2 war die Person nicht zu Hause und die Karte wird abgelegt. Ansonsten kommt die Person in das Zimmer des Spielers und bleibt dort. Alle Personen haben unterschiedliche Fähigkeiten, einige bringen einfach nur Slackpunkte, andere haben weitere positive Auswirkungen auf Karten. Da wir aber in einer WG sind, gibt es natürlich auch ungebetene Gäste, die kommen, ohne dass man sie vorher anrufen müßte. Dazu verwendet man eine Personenkarte von der Hand, und legt diese in das Zimmer eines Mitspielers. Natürlich sollten das nicht Karten sein, die Slack bringen, sondern solche Personenkarten die negative Auswirkungen auf andere Karten im Zimmer haben, Slack wegnehmen, das Ausspielen von anderen Karten in diesem Zimmer verhindern usw.. Personenkarte können in einer Runde beliebig viele ausgespielt werden.

Eine weitere Möglichkeit in dieser Phase besteht darin, Personen aus dem eigenen Raum wieder loszuwerden. Dazu würfelt man wieder, bei einer 1-3 hängt die Person weiter bei dem Spieler rum, bei einer 4-6 wird man die Person los und kann sie entweder in das Zimmer eines Mitspielers schicken oder auf den Ablagestapel legen.

Die vierte Phase ist die Phase "Freizeit". Die Anzahl an Freizeitaktionen die man hat, werden auf der Karte angegeben, sind ggf. auch in der ersten Phase erwürfelt worden. Der Spieler kann in dieser Phase dementsprechend viele Karten ausspielen. Eine Aktion bedeutet das Ausspielen einer roten Karte (Aktivitäten-Karte), die meistens gratis sind, aber auch mal etwas kosten können. Der Spieler muss das Ausspielen ankündigen, damit andere Spieler noch Gelegenheit dazu haben, Gegenaktionen durchzuführen (s. Jederzeit-Karten). Unternimmt kein anderer Spieler etwas, kann die Karte in den Raum des Spielers gelegt werden, und bringt in der Regel Slack, solange die Karte dort verbleibt. Kostet die durchgeführte Aktivität Geld, kann man die Karte nur ausspielen, wenn man dementsprechend viel Einkommen auf seiner Jobkarte hat. Das Geld kann nur in der aktuellen Runden ausgegeben werden, nicht ausgegebenes Geld verfällt.

Mit dem Thema Geld sind wir damit auch schon bei der nächsten Aktivität die möglich ist, nämlich dem Einkaufen: Einkaufen stellt eine Aktivität dar, die immer Geld kostet, da man ja etwas einkauft. Einkaufen kann man die blauen Karten (Warenkarten) von seinen Handkarten, die dann dementsprechend wieder Slack bringen, und dementsprechend in das Zimmer gelegt werden können. Wenn ein anderer Mitspieler eine Gegenkarte spielt, kommen die blauen Karten die man gerade "einkaufen" wollte wieder zurück auf die Hand.

Jedes Mal wenn ein Spieler durch einen Einkauf oder eine Aktivität "Slack" erhält, dann kann man die entsprechende Anzahl an Spielchips (oder was auch immer man ausgewählt hat) auf diese Karte legen. Einige Karten bringen außerdem Herzblut, die man dann aus dem Vorrat erhält. Ein Herzblut-Chip zählt jeweils genau so wie ein Slack-Punkt. Allerdings verliert man sämtliche Herzblut-Chips, wenn man nach einem Anruf keine Leute mehr in seinem Zimmer hat.

Als fünfte und letzte Phase besteht ausserdem noch die Möglichkeit, alle Handkarten bis auf eine abzuwerfen, so dass man am Anfang der nächsten Runde wieder auf 6 Karten auffüllen kann. Hat man am Ende seines Spielzuges mehr als fünf Karten auf der Hand, muss man auf diese Anzahl reduzieren.

Jederzeit-Karten: Besonders interessant wird das Spiel aber durch die orangen Karten (Jederzeit-Karten). Diese Karten können immer gespielt werden, und verbauen anderen Spielern in der Regel eine Aktion, nehmen ihnen das Einkommen für die nächste Runde, erlauben Extra-Aktivitäten, entfernen Slack-Karten oder reduzieren den Wert dieser etc..

Das Spiel endet, sobald ein Spieler die entsprechende Anzahl an Slackpunkten in Form von Spielchips und/oder Herzblut-Chipsen auf seinen Karten bzw. vor sich liegen hat, wie dies der erforderlichen Slack-Anzahl auf seiner Jobkarte entspricht. Dieser Spieler gewinnt das Spiel.
(Troudi 23.04.07)

Weitere Infos:
- Die Homepage von Pegasus

millibeth vergibt 7 von 10 Punkten:
Ganz soviel hinzuzufügen ist der Rezension von "Chez Goth" nicht mehr. Wer "Chez Geek" kennt und weiß, was ein Grufti ist, wird die liebenswert, ironische Variante des Vorgängers lieben. Wie auch im Originalspiel geht es darum, sich bestmöglich zu entspannen und das dabei gerade die schwarze Szene dabei besonders skurille Mittel anwendet, liegt auf der Hand. Neu dazugekommen sind die Herzblutmarker, sie machen die Grundvariante meines Erachtens noch etwas trickiger. Für Kenner der Gothic-Szene ein absolutes Highlight, ansonsten ein unterhaltsames und gelungenes Spiel. "Chez Goth" ist für ca. 11 Euro im Handel zu haben.

Promo Karten zu Chez Geek: Bislang gibt es eine Promo-Karten zu dem Spiel Chez Goth.
Necronomicon


Ding (Buch) - Slack 3
Kosten 3

Kartentext:
"Es zu lesen, ist relativ ungefährlich,
man darf nur auf keinen Fall daraus
zitieren ..."
Necronomicon - Promo Karte zu Chez Goth

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