Munchkin |
Auf einen Blick: Verlag : Pegasus Spiele Autor : Steve Jackson Grafik : John Kovalic Spielanzahl : 3 bis 6 Spieler Alter : ab 12 Jahre Dauer : ca. 60 min Erscheinungsjahr : 2003 (engl. Original 2001) Art: Karten-Rollenspiel ZUR HAUPTSEITE |
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Das Spielmaterial 168 Spielkarten - 1 Anleitung - zusätzlich für jeden Spieler 10 Markierungssteine (was auch immer) - außerdem braucht man noch einen W6 |
Zum Ablauf:
Zuerst werden die Dungeonkarten (Tür auf der Rückseite)
von den
Schatzkarten (Schatz auf der Rückseite) getrennt. Diese werden als
getrennte
Stapel verdeckt auf den Tisch gelegt. Danach erhält jeder
Mitspieler jeweils 2
Dungeon- und 2 Schatzkarten. Danach wird mit dem Würfel ausgelost,
wer das
Spiel beginnt. Sollte sich unter den anfänglich verteilten Karten
eine Klasse-,
Rasse- oder Ausrüstungskarte befunden haben, können diese
dann sofort offen
vor sich ausgelegt werden. Dabei zu beachten ist, dass die Rassen
den
Charaktertypus bezeichnen (z.B. Zwerg, Elf etc.), während die
Klassekarten quasi
der Beruf ist (z.B. Krieger, Priester, Dieb etc.). Jeder Spieler kann
nur eine
Klasse oder Rasse haben, außer es wird durch eine Karte etwas
anderes darüber
ausgesagt (z.B. Halbling). Klasse und Rasse können außerdem
Sondereigenschaften haben. Wer keine Rasse hat, ist grundsätzlich
Mensch.
Seinen Charakter kann man mit Ausrüstungskarten verstärken,
dabei ist dann zu
beachten, dass diese bspw. nur zweihändig getragen werden
können etc.. Diese
Karten erhöhen den Kampfwert der Figuren. Der Kampfwert setzt sich
aus der
aktuellen Stufe und den evtl. verfügbaren
Ausrüstungsgegenständen
zusammen.
Der eigentliche Spielablauf sieht folgendermaßen aus: Der aktive
Spieler
nimmt sich die oberste Dungeonkarte und deckt diese auf. Entdeckt er
ein
Monster, kann er dieses entweder nach den obigen Regeln bekämpfen,
wofür er
dann die aufgedruckte Anzahl an Schatzkarten vom Stapel ziehen darf,
oder er
kann versuchen, dem Monster zu entfliehen. Dazu würfelt er einen
W6, nur bei
einer 5 oder 6 entkommt er dem Monster, ansonsten tritt das in Kraft,
was unter
"Schlimme Dinge" steht. Sollte der Spieler nicht stark genug sein, um
das aufgedeckte Monster zu bekämpfen, aber trotzdem nicht fliehen
wollen, kann
er die Hilfe eines Mitspielers in Anspruch nehmen, dessen Kampfwert
dann zu dem
des aktiven Spielers hinzugefügt wird. Dafür kann der um
Hilfe gebetene
Spieler natürlich um eine Belohnung z.B. in Form von Schatzkarten,
Geldkarten
etc. verhandeln. Ist das Monster besiegt, wird die Anzahl der
aufgedruckten
Schatzkarten gezogen und der aktive Spieler steigt um eine Stufe auf.
In den
Dungeons kann man aber auch einen Fluch finden, dessen Konsequenzen
dann sofort
in Kraft treten. Alle anderen Karten können entweder sofort
ausgeführt werden
oder auf die Hand genommen werden. Außerdem besteht während
dieser ganzen
Phase die Möglichkeit, Karten von der Hand auszuspielen, oder aber
z.B. im
Kampf Sonderkarten einzusetzen, von denen einige aber auch
außerhalb des
eigenen Zuges genutzt werden können, um z.B. das Monster eines
anderen Spielers
aufzuwerten. Sollte die erste Karte keine Monsterkarte sein, kann man
auch eine
Monsterkarte von der Hand ausspielen um dieses dann zu bekämpfen.
Hat man am Ende seines Zuges mehr als 5
Karten auf der Hand (Spieler
mit der
Rasse Zwerg können 6 Karten auf der Hand halten), muss man
die überzähligen
Karten an den Spieler mit der niedrigsten Stufe abgeben, oder an
mehrere Spieler
verteilen, wenn diese die gleiche Stufe haben. Ist man selber einer der
Spieler
mit der niedrigsten Stufe, werden die Karten abgelegt.
Weitere Infos: - Die Homepage von Pegasus |
Troudi
vergibt 7 von 10 Punkten: Das was oben steht gibt
eigentlich nur das grobe Regelgerüst des
Spiels wieder:
Um das Spiel wirklich eindeutig zu erklären, wäre es
eigentlich von Nöten,
hier zig Beispiele und Gegenbeispiele aufzulisten. Das Spiel lebt vor
allem von
seinem sarkastischen Umgang mit Rollenspielen. Dementsprechend sind
dann auch
die Karten etc. gestaltet, und vor allem die Leute werden von diesem
Spiel
profitieren, die selber auch Rollenspielerfahrung haben und Munchkin
und die
Anspielungen dann auch entdecken. Das Spiel ist kurzweilig und geht
nach einigen
Einstiegsschwierigkeiten (die bei der seltsam aufgebauten Anleitung
schnell
auftreten) zügig von der Hand. Außerdem ist zu bedenken,
daß es eine
englische Originalversion gibt, die auf jeden Fall mehr Spaß
macht, da in der
vorliegenden deutschen Übersetzung einige Wortspiele verloren
gehen. Insgesamt
macht das Spiel aber Spaß, gerade auch in größeren
Runden und eignet sich gut
zum Einstieg in einen längeren Spieleabend oder als kurzweiliges
Spiel
zwischendurch, das (abgesehen von den Rollenspielern) auch
Gelegenheitsspielern
Spaß machen dürfte.
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